Heimvernetzung als Bindeglied zwischen Verbraucher und gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen
Michael Schidlack | am 27. Juni 2012

Das Internet, wie wir es heute kennen, wird nicht mehr nur als »das Fenster zur Welt« gesehen. Vielmehr verkörpert es eine multimediale Schnittstelle, um z.B. über das Smartphone den Energieverbrauch eigener Haushaltsgeräte und den Sicherheitszustand eines Eigenheims zu steuern oder den eigenen gesundheitlichen Zustand abzufragen. So ist es eine logische Entwicklung, dass sich unter dem Begriff der Heimvernetzung die Integration und Interoperabilität heimischer Elektro- und Elektronikgeräte in jüngster Vergangenheit als einer der größten Herstellertrends und Verkaufsargumente innerhalb der Gebäudetechnik-, Haushaltsgeräte-, Unterhaltungselektronik- und IKT-Industrie für Endverbraucher herauskristallisiert haben. Nicht nur kann der Konsument daraus Nutzenvorteile im Sinne einer Erhöhung des Komforts, der Steigerung der Energieeffizienz sowie einer Verbesserung der medizinischen Versorgung, der Lebensqualität und Sicherheit (Ambient Assisted Living) generieren. Vielmehr lassen sich durch den Nexus vieler Wirtschaftssektoren – Energie, Gesundheitswesen, Autoindustrie und IKT – bedeutende Synergieeffekte erzielen. Es besteht Einigkeit unter den Branchenexperten, dass die Heimvernetzung und die darauf basierenden Anwendungen Schlüsselapplikationen nicht nur für Consumer Electronics sein werden. Das Zusammenspiel unterschiedlicher Geräte und Dienste wird künftig im Zuge des »Internet of Things« immer mehr an gesamtwirtschaftlicher Bedeutung gewinnen und Wege hin zu weiteren Märkten bereiten.

Eine aktuelle Studie (jetzt zum Downloaden) s " "sjj      oll die volkswirtschaftliche Relevanz der Heimvernetzung als Bindeglied zwischen Verbraucher und gesamtwirtschaftlichem Wachstum identifizieren und näher beleuchten sowie konkrete Handlungsempfehlungen für Staat, Industrie und letztendlich den Verbraucher aufzeigen. Eine solche Untersuchung ist deshalb erforderlich, weil Vision und Ansätze der Heimvernetzung seit rund zwei Jahrzehnten in der Diskussion sind, die Ausbreitung im Markt aber bisher nicht mit den Prognosen Schritt gehalten hat. Andererseits geben jüngste Entwicklungen bei Technologie, Standards und Diensten begründeten Anlass, dass nun die Zeit für einen nachhaltigen Markteintritt reif ist.
 

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