Eine neue Cloud-Readiness-Strategy ist auf dem Markt verfügbar. Dies wäre zunächst einmal keinen Blog-Beitrag wert. Die Situation ändert sich prompt, wenn man den Absender des 44 Seiten starken Papiers sieht: Teresa M. Takai, ihrerseits Chief Information Officer des Pentagon. Das US-Verteidigungsministerium schlägt also den Kurs in die Wolke ein und macht damit klar: Wir wollen technologisch auf der Höhe der Zeit sein!
Gleichzeitig analysiert die Cloud-Computing-Strategy glasklar, wo die Hindernisse auf dem Weg in die Cloud liegen: eine Vielzahl proprietärer Systeme, offene Fragen in Richtung der Cloud Service Provider, spezielle taktische Bedürfnisse und vor allem...innere Widerstände, die es zu überwinden gilt. Denn schließlich wurden die verschiedenen Legacy-Systeme der einzelnen Teilstreitkräfte liebevoll jahrzehntelang gepflegt.
Warum Mrs. Takai in die Cloud will, sagt sie natürlich auch: Erstens gibt ihr die Strategie der Regierung zur Steigerung der Effizienz den Auftrag, zweitens hat auch das Pentagon massive Budgetbeschränkungen und drittens dauert das durchschnittliche Beschaffungsverfahren eines großen IT-Systems nach Mittelfreigabe 91 Monate. Hier will man mit Cloud Computing besser werden. Gleichzeitig hat sie mit ihrem Stab einen Vier-Stufen-Plan ausgearbeitet, der den Weg in eine moderne IT-Infrastruktur ebnen soll - alles in allem weniger problem- als vielmehr lösungsorientiert.
Im Hinblick auf die IT-Strategie des BMVg ist das in meinen Augen ein Ansatz, über den man einmal ins Gespräch kommen sollte. Die Cloud-Strategy des DoD findet sich übrigens hier.

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